Fango und Massage bei Krebs


Wellness mit Vorsicht
Fango und Massage bei Krebs

Das Angebot der Thermalbäder in der kalten Jahreszeit ist groß und verlockend: Rotlicht, Massage mit ätherischen Ölen und die Aussicht auf Wärme und Entspannung. Viele Krebspatienten sind unsicher, welche Auswirkungen Wellness auf ihre Tumorerkrankung hat. Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) geben hilfreiche Tipps.

Bedenken mit Arzt besprechen

Kann Wärme meinen Tumor erneut ausbrechen lassen oder sein Wachstum beschleunigen? Und verbreiten sich die Tumorzellen durch Massieren oder Kneten im Körper? Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am DKFZ, beruhigt: „Für beides gibt es derzeit keine belastbaren Beweise. Wir empfehlen aber grundsätzlich im Vorfeld das Gespräch mit dem behandelnden Arzt.“

Ein wenig Vorsicht ist geboten: Während und nach einer Krebsbehandlung ist der Kreislauf geschwächt und der Körper hat Probleme, ein heißes Bad, einen Saunagang oder auch eine Wärmflasche zu verkraften. Die Mediziner des Krebsinformationsdienstes geben Betroffenen folgende Anregungen mit auf den Genesungsweg:

  • Die Haut wird empfindlicher durch Krebstherapien und im warmen Wasser weicht die Haut auf. Der behandelnde Arzt entscheidet, ob Patienten ätherische Öle, Moorschlamm und Peelings verwenden können.

  • Nach Operationen und während einer Strahlentherapie sollte die Haut ausreichend Zeit bekommen, um in Ruhe auszuheilen.

  • Mechanische Manipulationen und Massagen an einem Tumor sollten unterbleiben.

  • Die Gefahr für ein Lymphödem steigt bei Wärmebehandlungen, wenn Lymphknoten bestrahlt oder entfernt wurden.

  • Auf manche Menschen wirken ätherische Öle allergieauslösend und reizen Haut oder Atemwege.

  • In Schwimmbädern und Thermen herrscht eine hohe Keimbelastung, die unter Umständen die körpereigene Abwehr überfordert.

Allgemein gilt: Was der eine Patient gut verträgt, kann für einen anderen problematische Folgen haben. Daher ist für Krebspatienten der behandelnde Arzt immer der wichtigste Ansprechpartner.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

News

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alte Menschen oft falsch therapiert
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente

Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.   mehr

Übungen gegen chronische Schmerzen
Übungen gegen chronische Schmerzen

Achtsamkeit und Atmen

Viele Betroffene wissen: Chronische Schmerzen lassen sich selbst mit Medikamenten nicht immer vollständig kontrollieren. In solchen Situationen können Atemtechniken, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.   mehr

Wie Medikamente den Geschmack verändern
Wie Medikamente den Geschmack verändern

Von bitter bis metallisch

Ein funktionierender Geschmacksinn ist für viele Menschen ein entscheidendes Stück Lebensqualität. Schließlich ist Essen und Trinken nicht nur überlebensnotwendig, sondern auch eine Genussfrage. Was aber tun, wenn Medikamente das Geschmacksempfinden stören?   mehr

Kind nicht im Auto vergessen!
Kind nicht im Auto vergessen!

Vorsicht Hitzetod

Auch wenn es schnell gehen muss: Bei sommerlichen Temperaturen sollten Eltern ihre Kinder nicht im Auto warten lassen. Denn im Wageninneren steigen die Temperaturen oft schon nach 30 Minuten auf bis zu 40 Grad – und bringen gerade kleine Kinder in Lebensgefahr.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Neue Apotheke
Inhaber Dr. Frank Kupka
Telefon 03592/38 03 05
E-Mail postfach@neue-apotheke-wilthen.de