Jojobaöl in der Hautpflege


Wirkstoff für Haut und Haare
Jojobaöl in der Hautpflege

Jojobaöl steckt nicht nur in vielen Cremes, Lotionen und Shampoo sondern auch in Make-Up und Lipgloss. Außerdem dient es als Grundstoff medizinischer Salben. Die Europäer entdeckten das Öl erst vor 40 Jahren als Ersatz für Walfett, das Apotheker und Kosmetikhersteller bis dahin nutzten.

Natürliches Multitalent

Jojobaöl ist chemisch betrachtet gar kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs. Dieser Struktur verdankt es auch seine Vorzüge als Grundstoff für Cremes und Salben. Es ist bei Temperaturen über acht Grad flüssig, hat keinen Eigengeruch, zieht schnell ein und ist gut verträglich. Diese Eigenschaften machen Jojobaöl zu einem oft genutzten Bestandteil von Pflegeprodukten. Es enthält die Vitamine A und D, die die Haut für die Erneuerung der Zellen braucht, und schützt sie vor Feuchtigkeitsverlust und Umwelteinflüssen.

Das Öl eignet sich außerdem für jeden Hauttyp, auch für Menschen mit empfindlicher und allergieanfälliger Haut. Von Natur aus besitzt Jojobaöl einen Lichtschutzfaktor von drei bis vier, ähnlich einer leichten Sonnencreme. Wer die Wirkung von Jojobaöl nutzen möchte, aber keine speziellen Produkte kaufen will, kann auch einfach seiner gewohnten Körperlotion oder dem Shampoo ein paar Tropfen des reinen Öls zugeben.

Öl aus der Wüste

Gewonnen wird das Öl aus den Jojobanüssen, die bei der Pressung sehr ertragreich sind. Ein Kilo Nüsse ergibt mehr als einen halben Liter Öl. Für die gleiche Menge Olivenöl braucht man im Vergleich dazu vier bis fünf Kilo der Früchte. Die Heimat der widerstandfähigen Jojobapflanze ist die Sonorawüste. Heute wird sie auch in Südamerika, Afrika, Indien, Israel und Australien angebaut. Der Strauch, der bis zu 200 Jahre alt und vier Meter hoch wird, erträgt Trockenheit ebenso gut wie Temperaturen von über 50 Grad.

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