Zu viel Wurst ist tödlich


Nicht mehr als 40 Gramm täglich
Zu viel Wurst ist tödlich

Wer mehr als 40 Gramm Wurst- oder Fleischprodukte pro Tag zu sich nimmt, riskiert früher zu sterben. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweit angelegte Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin in Zürich.

Hoher Fleischkonsum verringert Lebenserwartung

Die Schweizer Forscher haben gemeinsam mit Kollegen aus ganz Europa bei circa 450.000 Menschen den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Sterberisiko untersucht. „Rund drei Prozent aller frühzeitigen Todesfälle sind schätzungsweise auf den hohen Konsum von Fleischprodukten zurückzuführen“, erklärt Sabine Rohrmann, die Erstautorin der Studie.

Die Untersuchung zeigte, dass Personen, die täglich mehr als 40 Gramm verarbeitete Fleischprodukte essen, ein höheres Sterberisiko haben als Menschen, die weniger als 20 Gramm pro Tag zu sich nehmen. Die häufigsten Todesursachen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Gefährdet sind Menschen, die täglich viele Fleischprodukte wie Wurstwaren, Salami oder Schinken essen. Der Grund dafür liegt in den Inhaltsstoffen der Fleischwaren. Bei der Verarbeitung durch Pökeln, Salzen oder Räuchern entstehen Stoffe wie Nitrosamine, die krebserregend sind. Verantwortlich für das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der erhebliche Anteil an Cholesterin und gesättigten Fetten in den Produkten.

Auf eine ausgewogene Ernährung achten

Die Forscher betonen, dass der übermäßige Fleischkonsum nicht der einzige Faktor für die verringerte Lebenserwartung ist. Der gesamte Ernährungs- und Lebensstil spielt eine wichtige Rolle. Allerdings hat die Studie gezeigt, dass Menschen, die sich bewusst ernähren und ganz oder teilweise auf Fleisch verzichten, meistens gesünder leben, mehr Sport treiben und weniger rauchen. Im Gegensatz dazu hatten die Studienteilnehmer, die die größten Mengen an Fleischprodukten verzehrten, meist einen ungesünderen Lebensstil. Sie aßen weniger Obst und Gemüse, tranken häufiger Alkohol und rauchten mehr. Diese Faktoren sind in die Auswertung der Studie eingeflossen.

Fleischliebhaber können aufatmen. Denn die Autoren der Studie fordern keinen völligen Verzicht auf Fleischprodukte. Durch seinen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen trägt Fleisch auch zur täglichen Versorgung des Körpers bei. In Maßen genossen sind Fleischprodukte nicht ungesund; solange man auf eine ausgewogene Ernährung achtet und nicht mehr als 40 Gramm Fleisch- und Wurstwaren täglich zu sich nimmt.

News

Blutzucker besser im Griff
Blutzucker besser im Griff

Kontinuierlich Glukose messen

Je besser beim Diabetes der Blutzucker eingestellt ist, desto geringer sind Folgeschäden. Besonders gut klappt das Messen mit einem kontinuierlichen Glukosemonitoring.   mehr

Musizieren geht auf die Knochen
Musizieren geht auf die Knochen

Immer mit Maß!

Wer viel musiziert, sollte aufpassen: Denn geigen, trompeten und Klavier spielen belasten Sehnen und Gelenke. Vorbeugen tut gut – am besten mit der richtigen Technik und Ausgleichssport.   mehr

Fleischlos essen stört Wachstum nicht
Fleischlos essen stört Wachstum nicht

Kinder vegetarisch ernähren?

Entwarnung für Eltern, die ihren Nachwuchs vegetarisch ernähren möchten. Im Gegensatz zu früheren Vermutungen führt die fleischlose Kost bei Kleinkindern nicht zu Wachstumsstörungen.   mehr

Säureblocker kann Asthma fördern
Säureblocker kann Asthma fördern

Vorsicht bei Atemwegserkrankungen

Säureblocker gelten als gut verträglich. Bei längerfristiger Einnahme drohen allerdings Nebenwirkungen. Insbesondere für Patient*innen mit chronischen Atemwegserkrankungen kann das problematisch werden.   mehr

Mit Optimismus länger leben
Mit Optimismus länger leben

Schützt Herz und Zellen

Für ein gesundes langes Leben sind nicht nur gute Gene verantwortlich. Man kann auch einiges selbst dafür tun - zum Beispiel sich weniger ärgern.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Neue Apotheke
Inhaber Dr. Frank Kupka
Telefon 03592/38 03 05
E-Mail postfach@neue-apotheke-wilthen.de