Vorhofflimmern erhöht Demenzrisiko


Auch ohne Schlaganfall
Vorhofflimmern erhöht Demenzrisiko
Syda Productions/Shutterstock.com

Bei chronischem Vorhofflimmern ist bekannterweise das Schlaganfall-Risiko erhöht. Doch nicht nur das: Jetzt stellte sich heraus, dass Patienten mit Vorhofflimmern auch häufiger eine Demenz entwickeln – und zwar ganz unabhängig davon, ob sie vorher einen Schlaganfall hatten oder nicht.

Bei jedem 10. über 80 flimmert´s

Vorhofflimmern ist eine häufige Herzrhythmusstörung, jeder 10. Mensch über 80 leidet daran. Aufgrund der gestörten Pumpfunktion des Herzvorhofs und der daraus resultierenden Veränderungen der Blutzirkulation kommt es beim Vorhofflimmern vermehrt zu Schlaganfällen. Weil bei einem Schlaganfall oft Gehirngewebe beschädigt oder gar zerstört wird, kann sich die Hirnleistung verschlechtern und sogar eine Demenz entwickeln.

Dreimal so hohes Demenz-Risiko

Doch Vorhofflimmern schlägt nicht nur über Schlaganfälle aufs Gehirn. Eine aktuelle schwedische Untersuchung konnte an 561 Männern und Frauen nachweisen, dass diese häufige Herzrhythmusstörung auch unabhängig von einem Schlaganfall zur Demenz führen kann. Sie berechneten für Menschen mit Vorhofflimmern ein dreimal so hohes Risiko, eine Demenz zu entwickeln als für Menschen ohne Vorhofflimmern. Das galt sowohl für die Gruppe mit als auch für die Gruppe ohne vorherigen Schlaganfall.

Verminderte Hirndurchblutung und stumme Infarkte

Als mögliche Ursachen vermuten die schwedischen Forscher, dass durch die flimmerbedingte gestörte Pumpleistung des Herzvorhofes das Hirn schlechter durchblutet und deshalb weniger leistungsfähig wird. Zudem könnten unter Vorhofflimmern auch „stumme“, d.h. beschwerdefreie Schlaganfälle auftreten, die dann in der Summe die Funktion des Gehirns beeinträchtigen und eine Demenz hervorrufen.

Quelle: Journal of Internal Medicine, Ärztezeitung

News

Wann zum HIV-Test?
Wann zum HIV-Test?

Warnsignale beachten

Moderne Medikamente haben die HIV-Infektion zu einer behandelbaren Erkrankung gemacht. Die Chancen sind am besten, wenn die Infektion früh erkannt und therapiert wird. Doch welche Beschwerden sind verdächtig und wann macht ein Test Sinn?   mehr

Keine Kuhmilch nach der Geburt
Keine Kuhmilch nach der Geburt

Risiko Nahrungsmittelallergie

Wer seinem Baby in den ersten Lebenstagen Kuhmilch zufüttert, riskiert vielleicht, dass das Kind eine Nahrungsmittelallergie entwickelt. Das gilt vor allem für Neugeborene aus Allergie-belasteten Familien, wie japanische Forscher kürzlich herausgefunden haben.   mehr

Nahrungsergänzung im Blick: Mate-Tee
Nahrungsergänzung im Blick: Mate-Tee

Sinn oder Unsinn?

Mate-Tee – viele kennen ihn nur als neues Trendgetränk . Doch weil den Mate-Blättern viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden, gibt es sie auch in Kapsel- oder Pulverform zu kaufen. Was sagt die Wissenschaft zu den versprochenen Effekten?   mehr

Harte Fakten zum Thema Rückenschmerz
Harte Fakten zum Thema Rückenschmerz

Ärzte gegen Fake News

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Deshalb kursieren im Internet auch massenweise Meinungen zu Ursachen, Diagnostik und Behandlung— viele davon sind falsch. Ein irisch-australisches Ärzteteam räumt mit gängigen Fake News zu Rückenschmerzen auf.   mehr

Länger leben mit Sex
Länger leben mit Sex

Nach dem Infarkt

Ein überstandener Herzinfarkt ist kein Grund, auf Sex zu verzichten. Im Gegenteil: Wer frühzeitig nach dem Ereignis wieder sexuell aktiv wird, hat offenbar langfristig bessere Überlebenschancen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Neue Apotheke
Inhaber Dr. Frank Kupka
Telefon 03592/38 03 05
E-Mail postfach@neue-apotheke-wilthen.de